19.10.2017
Gruppe Innovative Politik in der Regionalversammlung
des Verbandes Region Stuttgart
Dr. Burghard Korneffel (AfD), Ulrich Deuschle (REP)
Verband Region Stuttgart
Kronenstraße 25
70174 Stuttgart
Antrag Nr. 13
Sicherheit im S-Bahnsystem
Die Gruppe Innovative Politik schlägt vor, im Bereich der Region Stuttgart die S-Bahn-Wagen mit interaktiven Notmeldern auszurüsten.
Das Bild zeigt einen interaktiven Notmelder in einem Waggon einer fahrerlosen U-Bahn (Fernost)

Antrag
Die Verbandsgeschäftsstelle wird beauftragt:
- Vertreter der Bahn-AG zu einem Meinungsaustausch mit den Mitgliedern des VKA zum Thema „Interaktive Notmelder in der S-Bahn“ einzuladen
- die betriebswirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Einbau und Betrieb solcher interaktiven Notmelder aufzulisten,
- eine erste grobe Abschätzung der Kosten vorzunehmen.
Begründung
Häufig werden Fahrgäste von aufdringlichen, unzivilisierten oder aggressiven Personen bedrängt oder sogar bedroht. Bei Betätigung des Notrufmelders schaltet sich sofort ein Operator ein. Er bekommt auf seinen Monitor automatisch die Filmbilder wie auch Tonaufnahmen des betreffenden Abteils oder des ganzen Waggons zugespielt. Er kann „in Echtzeit“ die der Situation angemessenen Entscheidungen treffen. Er kann auch über Lautsprecher in dem betreffenden Waggon deeskalierend eingreifen. Das System „Interaktive Notmelder“ sollte das Sicherheitsgefühl der Fahrgäste beträchtlich verbessern.
Dr. Burghard Korneffel , Ulrich Deuschle
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19.10.2017
Gruppe Innovative Politik in der Regionalversammlung
des Verbandes Region Stuttgart
Dr. Burghard Korneffel (AfD), Ulrich Deuschle (REP)
Verband Region Stuttgart
Kronenstraße 25
70174 Stuttgart
Antrag Nr. 12
Studie „Mobiles Baden-Württemberg – Wege der Transformation zu einer nachhaltigen Mobilität“
Die Studie sieht das Erreichen der „verbindlichen Klimaziele“ als unabdingbar an. Dem habe sich alles, auch die Wirtschaft der Region Stuttgart, unterzuordnen. Die Forscher fordern, die Privilegierung des Autos zu beenden. Der Einsatz von Elektroautos reiche nicht aus. Es brauche Überzeugungskraft und Druck.
Antrag
Die Verwaltung berichtet über die möglichen Auswirkungen der in der oben genannten Studie aufgelisteten Maßnahmen und Forderungen für
- 1. die Wirtschaftskraft der Region Stuttgart
- 2. die Automobilindustrie in der Region Stuttgart
- 3. die Bevölkerungsentwicklung in der Region Stuttgart
- 4. die Konkurrenzfähigkeit der in der Region Stuttgart hergestellten Produkte auf dem internationalen Markt.
Begründung
Gemäß Studie seien folgende Maßnahmen erforderlich:
- ● Intelligente, von der Fahrleistung und ökologischen Kriterien abhängige Maut
- ● Parkraumbewirtschaftung, höhere Kosten für Parken und höhere Bußgelder
- ● Flächendeckend Tempo 30
- ● Umwidmung von Parkraum in öffentlich nutzbare Räume
- Gemäß Studie seien folgende Forderungen notwendig:
- ● Reduktion der direkten CO2 -Emissionen von 45% in 2030 und 100% in 2050
- ● Senkung des Endenergiebedarfs um 42% im Jahr 2030 und 80% im Jahr 2050
- ● Netto-Flächenverbrauch ist gegen Null zu bringen
- ● Bereits 2030 soll der Rad- und Fußverkehr 50% der Nah-Mobilität ausmachen
- ● Reduzierung der Anzahl der Pkw im Bestand bis 2030 um 30% und 2085 um 85%
- ● Reduzierung der Fahrleistung der Pkw auf 55% in 2030 und 30% in 2050
Quelle:
http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.studie-zur-mobilitaet-land-muss-umdenken.9ba4d767-3dcb-4cc9-b7d2-2088a714e172.html
Dr. Burghard Korneffel , Ulrich Deuschle
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21.03.2017
Gruppe Innovative Politik in der Regionalversammlung
des Verbandes Region Stuttgart
Dr. Burghard Korneffel (AfD), Ulrich Deuschle (REP)
Verband Region Stuttgart
Kronenstraße 25
70174 Stuttgart
Neustrukturierung der S-Bahn im Gebiet des Verbands Region Stuttgart
Die Gruppe Innovative Politik schlägt vor, im Bereich der Region Stuttgart die S-Bahn, die derzeit von der Bahn AG betrieben wird, aus der Bahn AG herauszulösen und als eigenständiges Unternehmen zu betreiben. Anteilseigner des neuen Unternehmens könnten neben VRS und Bahn AG kompetente Unternehmen der Branchen Verkehr, Signaltechnik und Sensorik sein (z. B. Daimler, Bosch, Festo u. a.). Die Vereinbarungen gemäß des bestehenden S-Bahnvertrags sind im neuen Unternehmen angemessen zu berücksichtigen.
Antrag
Die Verbandsgeschäftsstelle wird beauftragt:
- als ersten Schritt die betriebswirtschaftlichen und juristischen Rahmenbedingungen für ein solches Vorhaben aufzulisten,
- eine erste grobe Abschätzung der Kosten vorzunehmen,
- Vertreter der Bahn-AG zu einem Meinungsaustausch mit den Mitgliedern des VKA zum Thema „Vorteile einer Neustrukturierung der S-Bahn“ einzuladen
Begründung
Die S-Bahn in der Region Stuttgart hat massive Probleme. Die vorhandenen Linien sind im Berufs verkehr an der Grenze ihrer Transportkapazität. Etliche Siedlungen sind nicht durch schienengebundenen Personennahverkehr erschlossen. Der Appell an die Bürger, statt des Autos den Schienenverkehr zu nutzen, wird so zur Farce.
A) Einschränkungen bei der S-Bahn infolge Mischverkehrs mit DB-Zügen
- Unregelmäßigkeiten im DB-Netz wirken sich negativ auf die Pünktlichkeit der S-Bahn aus.
- Der Mischverkehr setzt Grenzen für einen minimalen Zugabstand der S-Bahn.
- Unterschiedlich hohe Bahnsteige; gekrümmte Bahnsteige mit relativ breiten Spalten
- Fahrerloser Betrieb im Mischverkehr mit Zügen der DB ist praktisch nicht realisierbar.
B) Ausbau des Gleisnetzes für die S-Bahn ist nach den Standards der DB-AG für Hauptstrecken mit enorm hohen Kosten verbunden
- Die Steigung von DB-Hauptstrecken ist auf maximal 25 ‰ begrenzt. Dadurch ist ein Zugbetrieb mit wenig getriebenen und vielen nicht getriebenen Achsen möglich.
- Je mehr Zuladung pro Waggon, um so ökonomischer der Transport. DB-Hauptstrecken sind für eine maximale Achslast von 22t und eine maximale Meterlast von 8 t/m ausgelegt.
- Je kleiner der Bogenradius eines Gleises, um so stärker der Materialabrieb an Rad und Schiene. Außerdem sinkt die zugelassene Geschwindigkeit. Auf Hauptstrecken ist der minimale Bogenradius der Gleise auf 300 m begrenzt (befahrbar mit maximal 80 km/h)
C) Technische Vorteile einer eigenständigen S-Bahn
- Größere Steigungen sind realisierbar. Insbesondere dann, wenn jede Achse eines Zuges getrieben ist. Das ist bei einer S- oder U-Bahn technisch machbar. Beispiel: Der Südast der Linie U15 in Stuttgart hat eine Steigung von 85 ‰.
- Der minimale Bogenradius lässt sich gegenüber DB-Hauptstecken verringern, zum Beispiel auf 114 m (befahrbar mit maximal 50 km/h).
- Infolge der relativ kleinen Abstände zwischen den Bahnhöfen genügt eine moderate Höchstgeschwindigkeit (beispielsweise 90 km/h). Damit können die Wagen einer solchen S-Bahn leichter gebaut werden.
- In Leichtbauweise lassen sich Achslast und Meterlast beträchtlich reduzieren. Dadurch werden die Streckenkosten geringer.
- Aus den Punkten 1 - 4 ergeben sich Möglichkeiten, ein solches S-Bahnsystem besser der hügeligen Landschaft in der Region Stuttgart anzupassen. Es werden weniger Tunnelmeter wie auch weniger Brückenmeter benötigt. Zum Beispiel würde eine Verlängerung der S-Bahn von Neuhausen in Richtung Wendlingen geringeren Aufwand benötigen, als wenn man den Anforderungen einer DB-Strecke genügen müsste.
- Statt ETCS Level 2 lässt sich das hochmoderne Signalsystem CBCT 4 (Communications-Based Train Control 4) einsetzen. Dieses ermöglicht ein fahrerloses S-Bahnsystem. In Spitzenzeiten ist eine Zugfolge im Minutentakt möglich.
Dr. Burghard Korneffel, Ulrich Deuschle
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